Industrial Policy Lab
Aktuelles
Ambition Without Precision: Why the Industrial Accelerator Act Falls Short
Drei Fliegen, kein Treffer: Europas Industriepolitik im Kompromissmodus
© Kiel Institut | Stefanie Loos
Rückblick: 1. Industrial Policy Lab Jahreskonferenz
Veranstaltungen
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Über das Projekt
Das Industrial Policy Lab ist ein Kompetenzzentrum für evidenzbasierte und politikrelevante Forschung zur Industriepolitik. Am Kiel Institut angesiedelt, verbindet es fundierte ökonomische Forschung mit der kontinuierlichen Beobachtung industriepolitischer Maßnahmen sowie der Entwicklung eines innovativen Bewertungsmodells. Dieses dient dazu, Kosten, Nutzen und Zielkonflikte politischer Interventionen systematisch zu analysieren.
Über die Forschung hinaus versteht sich das Lab als Plattform für eine fundierte öffentliche Debatte und bringt Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft miteinander ins Gespräch. Indem komplexe Forschungsergebnisse verständlich aufbereitet werden, schafft es die Grundlage für einen sachlichen, faktenbasierten und zukunftsorientierten industriepolitischen Diskurs.
Die Arbeit des Industrial Policy Lab ist in drei eng miteinander verbundene Bereiche gegliedert: Forschung, Monitoring und Scoring. Gemeinsam bilden sie einen integrierten Rahmen, um Industriepolitik zu verstehen, zu analysieren und zu diskutieren.
© Kiel Institut | Daniel Wolcke Forschung
Die analytische Grundlage
Die ökonomische Forschung steht im Zentrum des Industrial Policy Lab. Sie beschäftigt sich mit zentralen Fragen der Industriepolitik, etwa zu globalen Wertschöpfungsketten, Handelsabhängigkeiten, Innovation, Resilienz, Geoökonomie und der Dekarbonisierung der Industrie. Dabei kombiniert das Lab moderne empirische Analysen mit Erkenntnissen aus vergangenen politischen Erfahrungen und theoretischer Modellierung. So werden wirtschaftliche Zusammenhänge nicht nur beschrieben, sondern in ihren zugrunde liegenden Mechanismen verständlich gemacht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem internationalen Austausch: Durch Kooperationen, Konferenzen und Seminare vernetzt das Lab führende Forschende und trägt aktiv zur internationalen Spitzenforschung im Bereich der Industriepolitik bei.
© TommL | iStock Monitoring
Industriepolitik transparent machen
Industriepolitik hat in vielen Ländern und Sektoren deutlich an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig fehlen weiterhin systematische und vergleichbare Informationen zu konkreten politischen Maßnahmen. Entscheidungen werden häufig in einem fragmentierten Informationsumfeld getroffen. Dadurch wird es erschwert, neue Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, politische Ansätze zwischen Ländern zu vergleichen oder aktuelle Interventionen mit früheren Erfahrungen in Beziehung zu setzen.
Um diese Lücke zu schließen, baut das Industrial Policy Lab eine Monitoring-Infrastruktur auf, die industriepolitische Maßnahmen strukturiert und transparent erfasst. Ein zentrales Element ist ein kontinuierlich angelegtes Monitoring, das diskutierte sowie laufende industriepolitische Maßnahmen über Länder und Sektoren hinweg abbildet und so eine frühzeitige Identifikation von Trends ermöglicht. Ergänzend entsteht eine Datenbank, die frühere industriepolitische Maßnahmen systematisch zusammenführt und die Grundlage für längerfristige Analysen bildet. Darauf aufbauend bündelt ein jährlicher Industrial Policy Report zentrale Entwicklungen und ausgewählte Erkenntnisse.
© Headway | Unsplash Scoring
Bewertung dessen, was wirkt
Das Industrial Policy Lab entwickelt mit IPMAX ein Scoring-Tool zur systematischen Bewertung industriepolitischer Maßnahmen. Das Modell ermöglicht vergleichende Kosten-Nutzen-Analysen über unterschiedliche Politikinstrumente, politische Ziele und ökonomische Kontexte hinweg. Dabei berücksichtigt IPMAX die vielschichtige Natur der Industriepolitik. Einbezogen werden sektorale und technologische Unterschiede, Auswirkungen auf Innovation sowie Verflechtungen innerhalb von Produktionsnetzwerken. Zielkonflikte zwischen politischen Zielsetzungen und wirtschaftlichen Kosten werden dabei explizit sichtbar gemacht.
Partner

Das Projekt wird finanziert vom Bundesministerium für Wirtschaft
und Energie unter der Fördernummer 01PLAB01
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